Eine Fallstudie zeigt, wie ein gut geschnittener modularer Monolith zwölf Monate lang die Liefergeschwindigkeit rettete, bevor drei eng gekapselte Services herausgelöst wurden. Wir diskutieren Kommunikationskosten, Deployment‑Frequenz, Domänenschnitte, gemeinsame Bibliotheken, Testpyramiden und warum Microservices als reflexhafte Antwort oft teurer als nötig sind, besonders bei unsicherer Lastentwicklung, unklaren Verantwortlichkeiten und fehlender Observability über Team‑Grenzen hinweg.
Ereignisgetriebene Kommunikation entkoppelt Teams, verschiebt jedoch Komplexität in Sichtbarkeit und Reihenfolgen. Wir zeigen Outbox‑Pattern, Dead‑Letter‑Queues, Deduplikation, Retry‑Jitter, Quoten sowie Backpressure. Ein Black‑Friday‑Report‑Sturm bleibt handhabbar, weil Produzenten sanft gedrosselt werden und Konsumenten elastisch skalieren, ohne das Primärsystem zu ersticken oder Nutzeroberflächen zu blockieren, während Geschäftsmetriken sauber, vergleichbar und auditierbar bleiben.
Lesen und Schreiben zu trennen kann Wunder wirken, doch nicht überall. Wir beleuchten Abfragen mit anderer Konsistenz, Projektionen, Rebuild‑Strategien, Revisionssicherheit und Speicherplanung. Ein Auditfall aus der Finanzbranche belegt, wann Event Sourcing rettet und wann ein schnörkelloses, transaktionales Update nachts schlicht klüger, billiger und ruhiger bleibt, insbesondere bei begrenzten Teams und klaren regulatorischen Auflagen.